Die ersten erfreulichen Rückmeldungen!

18 Jan. 2017
von Erich Pfingstl

Nach einiger Zeit in der unsere Produkte nun erhältlich sind, haben wir nun auch schon Feedback von Anwendern bekommen, über das wir große Freude haben. Diese positiven Rückmeldungen möchten wir natürlich gerne mit Ihnen teilen. Daher nachfolgend einige Reaktionen auf unsere Produkte:

 

Eine deutsche Heilpraktikerin, die immer wieder mit Schwermetallbelastungen ihrer Klienten konfrontiert ist, hat sowohl bei sich, als auch bei Klienten mit den Kapseln "Schwermetallausleitung" gearbeitet. Sie schreibt: 
"Zuerst habe ich die Ausleitung bei mir gemacht. Da ich im Vorfeld schon 4 Wochen mit Spirulina und danach 4 Wochen mit Chlorella entgiftet hatte, habe ich von Well-Vivo nur 1 Kapsel am Tag genommen und nach 4 Wochen wieder getestet. Schwermetalle nicht mehr nachweisbar. Fühle mich körperlich und vorallem geistig viel fitter und kann mich deutlich besser konzentrieren als zuvor. Super!!!

 

Dann Patientin, 72 Jahre mit Psoriasis seit dem 11.ten Lebensjahr. 13 Schwermetalle waren nachzuweisen. Sie bekam von mir 2 Kapseln am Tag verordnet, hat dann aber auf eigene Faust nach einer Woche ausgesetzt, weil sie Magenprobleme (Übelkeit und Schmerzen) und Verstopfung bekam. Nach erneuter Testung waren trotz dem Abbruch nur noch 7 Schwermetalle nachweisbar. Wir haben daraufhin wieder mit der Entgiftung weitergemacht, allerdings mit nur 1 Kapsel am Tag. Diese Dosierung hat sie gut vertragen. 3 Wochen später nochmals Schwermetall-Test: keine Metalle mehr nachweisbar... Super!!!

 

Anderer Patient, 79 Jahre mit Parkinson. Anfangstest mit 15 Schwermetallen. Dosierung mit 2 Kapseln am Tag. Nach 3 Wochen Zwischentest, deutlich weniger Schwermetalle nachweisbar, nur noch 5. Nach 5 Wochen Entgiftung wiederum Testung, keine SM mehr nachweisbar... Super!!!.
Mehr hab ich diesbezüglich leider noch nicht zu berichten, ich bin aber begeistert und werde Dich mit weiteren Fällen auf dem Laufenden halten. 
Jedenfalls ein großes Dankeschön und dickes Kompliment an Dich und Deine Mitarbeiter, die in dieser Produktentwicklung eingespannt waren."

 

Zu WellVivo-vital "Schlaf & Entspannung"

Patientin mit Schlafstörungen und viel Stress, 51 Jahre:
"Danke für den angenehmen Termin und ihre Unterstützung. Ich habe mich unmittelbar darauf wesentlich besser und vor allem ruhiger gefühlt. Am Tag drauf habe ich mir gleich die Kapseln bestellt. Sie sind schon zwei Tage später bei mir eingetroffen und ich habe sie von nun an am Abend vor dem Schlafengehen oder manchmal schon zum Abendessen eingenommen. Was soll ich sagen: ich fühle mich nach nunmehr drei Wochen wesentlich entspannter und habe bis auf ein, zwei Nächte wieder wunderbar durchgeschlafen. Danke vielmals für diese wunderbare Unterstützung. Ich glaube ich hätte es nicht mehr viel länger ohne ordentlichen Schlaf ausgehalten."

 

Zu WellVivo-vital "Bindegewebe & Knorpel"

Patientin mit Haarausfall und brüchigen Nägeln, 43 Jahre:
"Seit ich die Kapseln "Bindegewebe und Knorpel" einnehme, haben sich meine Nägel wesentlich verbessert und auch der Haarausfall ist zurückgegangen! Danke für den Tipp!"

 

Zu WellVivo-vital "Immunsystem"

Patient mit Problemen durch Herpes und Warzen, 14 Jahre:
"Wie mit Ihnen besprochen, habe ich unserem Sohn nach unserem Termin gleich das WellVivo Mittel für das Immunsystem besorgt nach Einnahme über jetzt ca. 6 Wochen, habe ich schon das Gefühl, dass es besser geworden ist. Die Warze am Finger ist ziemlich bald verschwunden und bisher auch nicht wieder gekommen. Er hatte noch ca. 3 Wochen eine abheilende Fieberblase, aber seither Ruhe. Hoffentlich bleibt es dabei! Danke für Ihre Unterstützung"

 

Das sind vorerst die ersten erfreulichen Feebacks unserer Kunden, doch ich hoffe, es werden noch viel mehr. Ich würde Sie bitten, uns Ihre Erfahrungen mit den Produkten rückzumelden, damit wir laufend an der Optimierung arbeiten können.

 

Ich darf mich ganz herzlich für Ihre Rückmeldungen bedanken und hoffe, die WellVivo-vital Produkte werden noch vielen Menschen hilfreich sein.

 

Sascha Pölzl

Amalgam: Das Gift in aller Munde?

11 Mär. 2016
von Erich Pfingstl

Bundesverband „Die Verbraucher Initiative“

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – ehemals Bundesgesundheitsamt – bestätigt inzwischen „Amalgam trägt messbar zur Quecksilberbelastung im Menschen bei“. Zu einem Verbot des umstrittenen Stoffes ist es bisher nicht bereit. Kein Wunder, denn Amalgam ist ein Politikum: Schließlich tragen etwa 95 Prozent der Bevölkerung Amalgam im Mund. Die Sanierung der deutschen Zähne würde rund 140 Milliarden Mark kosten.

Daunderer, heute schärfster Kritiker, beruhigte fast zwei Jahrzehnte lang die Zahnärzte bezüglich Amalgam. Bis „wir durch Zufall bei einem 10jährigen Mädchen im Koma als alleinige Ursache ihrer chronischen Quecksilbervergiftung fünf Amalgamfüllungen entdeckten.“ Mittlerweile hat Daunderer an über 10.000 Patienten Vergiftungen nachgewiesen. „Wir sind überrascht über die Folgeschäden der chronischen Vergiftung. Wir halten es für möglich, dass allein in Deutschland jährlich Tausende unter den Zeichen des Herzversagens oder Schlaganfalles an Amalgamfolgen sterben.“ Weiter schreibt Daunderer in seinem „Handbuch der Amalgamvergiftungen“: „Nicht überraschend, aber um so deprimierender für mich ist der Anteil der betroffenen (Klein-)Kinder, deren Schäden ihr Leben für immer beeinflussen werden. Sie sind das empfindlichste Glied unserer Gesellschaft und leiden besonders stark unter den Amalgamschäden. Nach unseren bisherigen Beobachtungen dürften in der alten Bundesrepublik Deutschland etwa zwei Millionen Personen durch Amalgam schwer geschädigt sein.“

 

Was ist überhaupt Amalgam?

Die metallisch-graue Amalgamfüllung entsteht, wenn der Zahnarzt flüssiges Quecksilber (rund 50 Prozent Anteil) mit einem Legierungspulver mischt und sie als feuchte Knetmasse in das Zahnloch stopft. Dieses Legierungspulver besteht meist aus Zinn, Kupfer und Silber. Die konventionellen gamma-2-haltigen Amalgame enthielten in ihrem Pulver zusätzlich etwa drei Prozent Quecksilber. Bei den neuen gamma-2-freien Amalgamen ist das Quecksilber auf 1,5 Prozent reduziert oder ganz verschwunden. In der Plombe bleiben aber in jedem Fall 50 Prozent Quecksilber. Und nach wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen verhalten sich gamma-2-haltige- und –freie Amalgame hinsichtlich der Quecksilberbelastung völlig gleich. „Amalgam trägt messbar zur Quecksilberbelastung im Menschen bei“ bestätigt inzwischen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM – ehemals Bundesgesundheitsamt. Dies wurde noch vor wenigen Jahren von offizieller Seite bestritten.  

 

Der Weg des Quecksilbers von der Plombe in den Körper

Im Durchschnitt trägt jeder Bundesbürger zwölf Amalgamfüllungen im Mund. Das entspricht einem Gewicht von drei bis vier Gramm reinem Quecksilbers. Bereits ein Gramm Quecksilber hätte tödliche Wirkung, würde man es jemandem spritzen. Wir vertragen die große Menge nur, weil sie zunächst in der relativ ungiftigen metallischen Form vorliegt und nur langsam gelöst und an den Körper freigegeben wird. Problematisch ist, das Quecksilber leicht flüchtig ist. Schon bei 20 Grad Celsius verdampft es. Und in dieser Form als Dampf ist es sehr giftig. Da im Mund manchmal Temperaturen von 40-60 Grad herrschen, wird kontinuierlich aus den Plomben Quecksilberdampf frei und vom Körper aufgenommen.

 

Verstärkt wird die Quecksilberfreisetzung auch durch festes Kauen, fluorhaltige Zahnpasten, heiße und saure Getränke und Speisen, Rauchen und Kaugummikauen. Forscher an der Universität Erlangen ermittelten, dass durch Kaugummikauen der Quecksilbergehalt im Speichel den Grenzwert für Quecksilber im Trinkwasser sogar um das 190fache übersteigt! Aber nicht nur Quecksilber, auch die anderen Amalgam-Bestandteile belasten den Körper.

 

Auf vier Wegen gelangt das Quecksilber in den Körper:

  1. Von der Mund- und  Nasenhöhle gelangen giftige Quecksilberdämpfe in den Blutkreislauf und über Nervenbahnen direkt ins Gehirn.
  2. Die Dämpfe werden teilweise über den Luftweg von der Lunge eingeatmet. Auch so gelangen sie in den Blutkreislauf, wobei ein Teil des Quecksilberdampfes verwandelt wird: Er oxydiert zu Quecksilberionen. Eine Form, die noch toxischer (giftiger) wirkt als der Dampf. Da die Organe, wie Leber, Galle, Herz und Niere, als Blutfilter fungieren, reichert sich besonders dort das giftige Metall an.
  3. Beim Kauen werden Amalgamteilchen in der noch harmlosen metallischen Form abgerieben und verschluckt. Die natürliche Magen- und Darmflora verwandelt diese Partikel und den Quecksilberdampf in die gefährlichste Form des Metalls: Methyl-Quecksilber. Diesen Vorgang nennt man Methylierung. Zahlreiche Versuche und Studien bestätigen diesen Vorgang. Dennoch wird er von vielen Zahnärzten geleugnet. Vom Darm wandert das giftige Methyl-Quecksilber ins Blutsystem und schließlich in die Organe.
  4. Das Metall diffundiert über das Zahnfleisch, die Zahnwurzeln und die Kieferknochen in das Zentrale Nervensystem (ZNS) und ins Gehirn.

 

Wie wirkt Quecksilber im Körper?

Anfangs versucht der Körper noch selbst – sofern sein Abwehrsystem nicht durch andere Umweltgifte bereits zerstört ist – mit dem Quecksilber fertig zu werden. Jene Menschen, die zum Beispiel einen hohen Selenspiegel besitzen, können der Dauerattacke aus dem Mund länger trotzen. Schwedische Wissenschaftler fanden heraus, dass ein hoher Selenspiegel die natürliche Quecksilberausscheidung beschleunigt. Zum einen wirkt Selen als Enzymbestandteil dem Quecksilber entgegen. Zum anderen bildet es mit dem toxischen Metall eine ungiftige Verbindung (Quecksilberselenit). Dabei wird nicht nur das Quecksilber inaktiviert, sondern auch das Selen. Die Folge: Der Selenspiegel sinkt und Quecksilber kann im Körper immer stärker seine Wirkung entfalten. Zahlreiche Studien belegen, dass Quecksilber bestimmte Hormone, Rezeptoren und Enzyme schädigt und blockiert. Dadurch wird vor allem der Hirn-, Nerven-, Eiweiß-, Fett-, Kohlehydrat- und Vitaminstoffwechsel gestört.

Quecksilber greift auch das Immunsystem an, so dass krankmachende Pilze etwa Candida, Viren und Bakterien ein leichtes Spiel haben. Weitere Erkrankungen sind die Folge. Und da der natürliche Entgiftungsmechanismus des Körpers lahm gelegt ist, werden andere Schadstoffe, die wir täglich aus unserer Umwelt freiwillig aufnahmen (Holzschutzmittel, Formaldehyd, Blei, Cadmium, nicht mehr ausgeschieden, sondern im Körper gespeichert.

 

Welche Heilungserfolge gibt es?

Therapiestudien zeigen, dass nach der Amalgamentfernung und anschließender Giftausleitung die Krankheiten sich in der Regel drastisch verbessern oder sogar verschwinden. Diese oft spektakulären Heilungserfolge von so genannten „unheilbaren“ Krankheiten durch die Zahnsanierung bestätigen auch Selbsthilfegruppen, die bundesweit 50.000 bis 60.000 Patienten betreuen. Sie bilden die bisher größte Gruppe geschädigter Patienten. „Bei den inzwischen über fünfzig Beratungsstellen melden sich täglich mehrere hundert Betroffene, die an „unerforschten“ Krankheiten leiden und von der Schulmedizin oft mit schwersten Medikamentenbomben bis hin zu starken Antibiotika und Psychopharmaka erfolglos behandelt werden“; erklärt Manfred Klewers, von der Patienteninitiative Amalgam- und Zahnmetallgeschädigter Niedersachsen. „In 90 Prozent der Fälle erzielen wir eine gravierende Besserung oder Heilung“. Und es klingt oft wie Zauberei: So heilte Multiple Sklerose im Anfangstadium wieder aus. „Wo jedoch bereits Organschäden entstanden sind, ist wenig zu retten. In jedem Fall aber lassen die Schmerzen nach.

Auch Allergien scheinen durch Amalgam (mit) verursacht zu werden. So zeigt eine neuere Studie des Instituts für Naturheilverfahren in Marburg bei 332 jugendlichen Patienten eine deutliche Zunahme von Allergien (Kontaktekzem, Akne, Nahrungsmittelallergie, chronische Bronchitis) und anderen chronischen Erkrankungen bei steigender Anzahl der Amalgamfüllungen.

 

Amalgam - ein Politikum

Amalgam hat nie eine kritische Prüfung durchlaufen, die die biologische Unbedenklichkeit untersucht. Mit Inkrafttreten des Arzneimittelgesetztes im Jahre 1978 wurde der Füllstoff als fiktiv zugelassen angesehen. Am 19.9.1986 teile die Bundesregierung auf Anfrage mit, „dass von Quecksilber in Silberamalgamfüllungen keine nennenswerten Gefahren ausgehen. (Bundestags-Drucksache 10/6077)

Die Zahnärzteschaft hält noch heute trotz zahlreicher Publikationen, Studien und Erfahrungen über die Gefährlichkeit des Materials kompromisslos an dieser alten Position fest und nimmt ihren „werkstofflich idealen Zahnfüllstoff“ in Schutz. Denn er lässt sich leicht verarbeiten und ist zudem sehr billig.

Professor Klaus Ott, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. in Münster, behauptet: „Die Quecksilberfreisetzung durch Amalgam entspricht nur etwa dem Wert des Quecksilbers aus der Nahrung. Eine Vergiftung durch diese geringen Mengen ist nicht denkbar.“ Das widerlegt jedoch die Studie des Rechtsmediziners Professor Gustav Drasch (München): „Die Quecksilberbelastung in Gehirn, Leber und Nierenrinde ist eindeutig abhängig von der Anzahl der Amalgamfüllungen und unabhängig von der Nahrung.“

Selbst das ehemalige Bundesgesundheitsamt schreibt heute: „Im Einzelfall können Amalgamfüllungen zu einer Quecksilberbelastung des Menschen führen, die ein Mehrfaches der Grundbelastung aus Nahrungsmitteln ausmachen.

Amalgambefürworter Professor Ott argumentiert weiter: „Amalgam wird weltweit seit über 100 Jahren verwendet. 90 Prozent der Bevölkerung trägt den Füllstoff. Wäre es wirklich giftig, müsste  das Gesundheitssystem längst zusammengebrochen sein.“ „Das wäre es auch „, kontert Dr. Bernhard Weber vom Institut für Naturheilverfahren in Marburg, „würde man nicht drastisch eingreifen.“

Die Krankenkosten für zunehmende chronische Krankheiten (30 Prozent der Bevölkerung haben Allergien) steigen derart an, dass aus Spargründen kaum noch ein Kassenarzt zugelassen wird. Für Ellen Carl, Amalgamberatung München, „hat fast jeder Amalgamsymptome mehr oder weniger“. Sie spricht aus Erfahrung:

Mittlerweile hat sie sich mit über 30.000 Betroffenen beschäftigt.

 

Schrittweises einschränken des Amalgams

Das BfArM  nahm mittlerweile eine leichte Korrektur ihrer Pro-Amalgam-Haltung vor. Seit 1987 schränkte das Amt schrittweise das Material ein: Erst für Schwangere, dann für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen. Seit 1992 darf Amalgam nur noch in Backenzähnen Verwendung finden. Offizielle Gründe für diese Maßnahmen sei der „vorbeugende Gesundheitsschutz“. Somit nimmt das Amt eine neue Position zwischen Befürwortern (Zahnärzteschaft) und Amalgam-Gegnern ein.

Nachdem Prof. Drasch Quecksilbervergiftungen an Säuglingen durch Amalgamplomben der Mutter nachwies, schreckte das BfArM erneut auf. Diese Fakten zwangen das Amt, einen weiteren Schritt einzuleiten: Es wird überlegt, Amalgam nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter einzusetzen.

Für das von Amalgam-Gegnern lange geforderte Verbot reichten dem Gesundheitsamt die Ergebnisse  von Draschs Studie nicht. Schließlich stecken hinter Amalgam viele Interessen und nicht nur gesundheitspolitische. 140 Milliarden Mark würde die Sanierung der deutschen Zähne kosten. Amalgam ist somit längst zu einem Politikum geworden. Manchem Wissenschaftler wurde der Geldhahn abgedreht, beabsichtige er, sich kritisch mit dem Stoff zu beschäftigen. Daunderer: „Mitschuldig an dem bisherigen Leiden der Amalgamopfer ist das Bundesgesundheitsamt, das für den Zulassungsstoff für Arzneimittel zuständig ist und eine Reihe von zahnärztlichen Ordinarien, die es sträflich unterließen, die umfangreiche Literatur zum Nachweis der Vergiftung durch Zahnamalgam zu lesen und wider besseren Wissens Verharmlosungen publizierten.“ Auch der Bundesverband Naturheilkundlicher Zahnärzte (BNZ) in Köln prangert an: „Hätte das Amt eine pflichtgemäße Bewertung der Amalgamrisiken vorgenommen, hätte es sich für ein Amalgamverbot entscheiden müssen.

 

Zähneknirschen in der Zahnärzteschaft

Überzeugt von der Harmlosigkeit des Amalgams, wehrt sich die Zahnärzteschaft gegen die Einschränkungen des BfArM.

„Wenn wir Frauen keine Amalgamfüllungen mehr legen dürfen, stellt sich uns ein ethisches Problem“, erklärt Professor Detlev Heidemann von der Zahnklinik Frankfurt. „Keinem Mann ist glaubwürdig zu vermitteln, dass Amalgam für ihn gut sein soll, wenn seiner Freundin Amalgam verboten ist.“ Und so reagierte der Unichef bereits im Oktober 1994 mit dem gänzlichen Amalgam-Verbot in seiner Klinik. Das hinderte ihn aber trotzdem nicht

zu fordern, dass Amalgam ohne Einschränkungen weiter verwendet wird. „Ich sehe nirgendwo einen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Amalgam Patienten schädigt.“ Das einzige, was die Zahnärzteschaft akzeptiert, ist die relativ seltene Allergie auf Amalgam (Nachweis: Epikutantest).

 

Ermittlungsverfahren gegen Amalgamhersteller

Gegen den größten Amalgamhersteller Degussa AG in Frankfurt läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen zahlreicher schwerster nachgewiesener Amalgamvergiftungen einschließlich Todesfällen (Az: 65 Js 17084,4/91). Etwa 600 Opfer haben sich der Strafanzeige angeschlossen.

Das Unternehmen hat mittlerweile die Produktion des Amalgams eingestellt. Gleichzeitig hat Degussa den Zahnärzten angeboten, kostenfrei restliches Amalgam gegen Kunststofffüllungen einzutauschen. Denn Amalgamhersteller unterliegen der strengen Produkthaftungspflicht. „Wenn der größte Hersteller von Amalgam nun mehr bereit ist, die Gefährdungshaftung der Produkthaftpflicht zu tragen, kann niemand mehr ignorieren, dass die Verwendung von Amalgam als Zahnfüllung potentiell gefährlich sein kann“, informiert die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Westfalen Lippe, ihre Mitglieder in einem internen Schreiben. „Wer das ignoriert, läuft auch als Zahnarzt Gefahr, beim Auftreten von Schäden beweisen zu müssen, dass sie nicht vom Amalgam herrühren“, heißt es weiter. „Sie sind zu einer umfassenden Beratung eines jeden Patienten verpflichtet.“ Im Klartext: Der Patient muss über jede mögliche Nebenwirkung rechtzeitig informiert werden, damit er in seiner Entscheidung frei ist und ohne Druck wählen kann, welche Therapie er wünscht.

In der Realität aber kamen die meisten Ärzte ihrer Aufklärungspflicht nicht nach. Deshalb fordern mittlerweile mehrere Amalgamgeschädigte Schadensersatz und gehen juristisch gegen ihren Zahnarzt vor.

Die KVZ stellt weiter klar: „Wird der Versicherte nicht ausreichend aufgeklärt, ist seine Einwilligung in die Zahnärztliche Maßnahme unwirksam, der Heileingriff damit rechtswidrig – es liegt gegebenenfalls Körperverletzung vor.“

Diese deutlichen Worte bewegen viele Ärzte zum Handeln. Sie lassen plötzlich den Patienten eine Erklärung unterschreiben, dass er über alle Gefahren und Alternativen aufgeklärt wurde. „Wichtig ist, dass eine Helferin bei der Aufklärung anwesend ist“, rät die KZV weiter, „damit über Umfang und Inhalt Beweis geführt werden kann.“

Die Patienteninitiativen erwarten eine Prozesswelle, wenn die ersten Urteile gefällt sind, denn fast 70 Millionen Menschen in Deutschland tragen Amalgamfüllungen in den Zähnen und kaum einer wurde von seinem Zahnarzt über Nebenwirkungen aufgeklärt.

 

Eine Amalgamvergiftung?

Zwischen dem Legen einer Amalgamfüllung und der Diagnose einer Vergiftung liegen oft viele Jahre. Den einen trifft es härter, den anderen schwächer. Und manche scheinbar gar nicht. Das ist vor allem abhängig von der Funktionstüchtigkeit des Immunsystems, des Entgiftungsmechanismus, der Lebensweise, Ernährung und der Umweltbelastung.

Bei den meisten Menschen schaffen es die konstanten Quecksilberdosen, den Körper früher oder später aus dem Gleichgewicht zu werfen. Man fühlt sich müde und erschöpft, hat ab und an Kopfweh. Aber man gewöhnt sich daran, schiebt die Symptome vielleicht aufs Alter. Das Gedächtnis lässt einen immer öfter im Stich. Der Hausarzt stellt irgendwann einen Leber oder Gallenschaden fest – die Behandlung erfolgt nur symptomatisch. Allergien treten plötzlich auf oder Gelenkschmerzen. Und wer ahnt schon, dass die Zähne daran schuld sein könnten? Nur zu oft wird man vorschnell in die „Psycho-Kiste“ gesteckt. Kritiker schätzen, dass ein Großteil unserer psychisch Kranken lediglich vergiftet ist.

Vergiftungsverdächtig sind im Prinzip alle Patienten, die bei ärztlichen Behandlungen therapieresistent sind. Ober bei denen auch der Psychiater nicht weiter weiß. Sie müssen nicht einmal Amalgamfüllungen selbst tragen. Vielleicht liegt eine Vergiftung durch die Plomben der Mutter vor. Oder die Zähne wurden vor einigen Jahren saniert, nur das Quecksilber steckt noch im Körper. 

 

Vergiftungsnachweise

Es gibt mehrere Diagnosemethoden, um eine mögliche Vergiftung festzustellen. Soll die Krankenkasse die Behandlung und Zahnsanierung bezahlen, so ist der korrekte Nachweis einer Vergiftung dringend erforderlich.

 

Der Kaugummitest

Dient eher dazu, um zu zeigen, dass von im Mund befindlichen Amalgamfüllungen Quecksilber freigesetzt wird. Vor dem Test wird etwas Speichel gesammelt. Dann kaut man intensiv zehn Minuten lang einen zuckerfreien Kaugummi. Der Speichel wird nun von einem Labor auf seinen Quecksilbergehalt analysiert. Die Kosten dafür muss der Patient selbst tragen.

 

DMPS-Test oder Mobilisationstest

DMPS (Dimercapto-propan-sulfonat) ist ein Schwefelsalz (Komplexbildner), an das sich Quecksilber im Blut bindet. Über den Urin und Stuhl werden die Gifte ausgeschieden. Daunderer lässt den Spontanurin 45 – 60 Minuten nach der DMPS-Spritze auf Quecksilber und andere Metalle untersuchen. Damit kann er auf den Grad der Vergiftung schließen. Das BfArM empfiehlt dagegen den 24-Stunden-Sammel-Urin zu nehmen. Für Daunderer ist das eine Verfälschung. DA das DMP nur zwei bis vier Stunden wirke, würde die 24-Stunden-Methode den Gifturin mit giftfreiem Urin verdünnen. Auch diesen Test muss der Patient selbst finanzieren.

 

Elektroakupunktur nach Voll (EAV-Test)

Dieser Test misst nicht das Quecksilber, das der Körper ausscheidet, sondern die Belastung im Körper. Sofern der Tester diese Methode genau durchführt, lassen sich mit EAV zuverlässige Ergebnisse erzielen. Nicht nur der Grad der Vergiftung ist messbar, sondern auch, welche Organe besonders betroffen oder geschädigt sind. In der Bundesrepublik gibt es etwa 2000 Ärzte und Naturheilpraktiker, die EAV einsetzen, darunter auch Zahnärzte. Auch hier muss der Patient tief in die Tasche greifen. Von den Kassen ist diese Methode nicht anerkannt.

 

Schwermetall-Test-System (STS)

Seit wenigen Jahren ist diese Methode auf dem Markt, mit der der Arzt auf schnelle und einfache Weise anhand einer Urinprobe die Stärke der Vergiftung ermitteln kann.

 

Röntgenaufnahme

Unter Amalgamfüllungen entstehen im Kieferknochen häufig Amalgamdepots. Mit einer „weichen“ Röntgenaufnahme kann der erfahrene Arzt die Depots herauslesen.

 

Gewebeuntersuchung mit einer Computer-Tomographie

Mit einem Tomogramm kann festgestellt werden, ob Körpergewebe schwermetallbelastet ist. Bei Amalgamträgern sind das vor allem die Großhirnrinde, Hypophyse und der Zahn- und Kieferknochenbereich.

 

Wann und wie zahlt die Krankenkasse?

Je mehr Beweise der Betroffene für seine Vergiftung gesammelt hat, desto besser. Daunderer berichtet, dass die ersten Amalgamvergiftungen bei positivem DMPS-Test die vollen Kosten für die Goldversorgung von der Kasse bezahlt bekamen. Als sich die Vergiftungsnachweise häuften, machten die Kassen allerdings eine Kehrtwende. Es wird nur noch der Allergie-Nachweis auf Amalgam (Epikutantest) akzeptiert. Schließlich sind Amalgamallergien relativ selten. Durchgeführt wird der Epikutantest übrigens vom Hautarzt, der die Kosten über Krankenschein abrechnet. Wichtig zu wissen: Mit einer Vergiftung hat die Allergie nichts zu tun. Und noch heute gilt: Jene, bei denen der Epikutantest positiv ist, haben wenigstens finanziell „Glück“ gehabt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die teueren Gold-Alternativen von den Kassen gezahlt werden, liegt sehr hoch.

Von jenen aber, die keine Allergie auf Amalgam nachweisen können, ist Durchhaltevermögen  gefordert, soll die Kasse zahlen. Vorab sollte das Vorhaben mit der Kasse besprochen werden. Alle verfügbaren Vergiftungsnachweise, Rechnungen für Ärzte (auch Privatärzte) und Medikamente für die Entgiftung dann bei der Kasse einreichen und mit entsprechender Begründung die Kostenerstattung beantragen. Lehnt die Kasse ab, Widerspruch einlegen. Erhält man einen “rechtsfähigen Ablehnungsbescheid“, kann Klage beim Sozialgericht eingelegt werden. Dort besteht kein Anwaltszwang und es fallen keine Gerichtskosten an. „Nach unserer Erfahrung zahlen die Kassen, bevor es zu einem Prozess kommt“, sagt Daunderer. Denn nach einem Gerichtsurteil in Flensburg (Az: 62C 205/93) ist bei Amalgamvergifteten die DMPS-Nachweismethode und anschließende Behandlung indiziert und muss von den Kassen bezahlt werden.

 

Die Zahnsanierung

Der erste Schritt nach dem Vergiftungsnachweis ist, das Quecksilber aus dem Mund zu verbannen. Grundsätzlich sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, der Erfahrung mit Amalgamsanierung besitzt. Er wird nicht alle Füllungen auf einmal beseitigen, sondern nach und nach. Denn beim Herausbohren werden Quecksilber-Dämpfe  frei,  die den Körper zusätzlich belasten. Auch muss der Patient mit „Kofferdamm“ geschützt werden. Das ist ein Gummischlitztuch, das in den Mund eingelegt wird, so dass die Dämpfe abgehalten werden und Amalgamstaub nicht verschluckt werden kann. Vorsorglich empfiehlt Daunderer, zwei Stunden vor dem Bohrtermin DMPS- oder DMPS-Kapseln einzunehmen. Gebohrt werden sollte mit einem langsam drehenden Bohrer. Nach dem Bohren muss der Patient viel Wasser trinken. Das erleichtert die Giftausleitung.

Bei schwer Vergifteten, die bereits ernste Organ- oder Nervenschäden aufweisen, rät Daunderer, sollten amalgamgefüllte Zähne insgesamt gezogen und die Zahnhöhle ausgefräst werden. In der Schwangerschaft ist jede Arbeit mit Amalgam unbedingt zu vermeiden.

Nach der Amalgamentfernung ist es wichtig, dass nicht sofort Hochgold eingesetzt wird. Das behindert die Quecksilberausleitung aus dem Kieferknochen. Empfehlenswert ist ein Provisorium aus Zement oder dem stabileren Glasionomer-Zement.

 

Entgiftungstherapie

Sind die Amalgamplomben vollständig entfernt, setzt das Entgiften ein. Das ist wichtig, denn Quecksilber wird aus den Speicherorganen nur langsam ausgeschieden. Aus dem Gehirn wäre die Hälfte erst nach etwa 20Jahren verschwunden, aus dem Kieferknochen nach etwa 80 Jahren.

Bei jeder längerfristigen Entgiftung sollten die Entgiftungsorgane (Leber, Galle, Darm, Niere) zur Unterstützung mitbehandelt werden. Ebenso wichtig ist es, das Immun- und Abwehrsystem zu stärken. Das geschieht durch Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Die dürfen aber nicht wahllos eingenommen werden, denn eine Überdosis kann zu Schäden führen. Also den Rat des Arztes befolgen. Auch eine gesunde Lebensweise und eine vernünftige Ernährung unterstützen die Genesung: Lebensmittel aus ökologischem Anbau, um die Schadstoffbelastung durch die Nahrung zu minimieren, viel Rohkost, möglicht kein Zucker, kein Auszugsmehl, kein Alkohol, kein Kaffee. Wenig Stress und viel frische Luft ist genauso ratsam wie ausgiebiges Schwitzten in der Sauna oder durch körperliche Betätigung.

 

Die richtige Zahnfüllung

 

Glasionomer-Zement

Für Kleinstfüllungen, die keinem starken Kaudruck ausgesetzt sind, bietet sich Glasionomer-Zement (mineralischer Zement) an. Er ist gut verträglich und leicht zu verarbeiten. Da er nicht abriebfest ist, kann er aufgrund hoher Druckbelastung im Backenzahnbereich nur begrenzt eingesetzt werden. Seine Lebensdauer beträgt zwei bis drei Jahre.

 

Kunststofffüllungen

Stabiler sind Kunststofffüllungen (Composite), die schon lange für Frontzähne verwendet werden. Aber auch Kunststoffe sind nicht universell einsetzbar. Das vorhandene Loch muss von anätzbarem Zahnschmelz umgeben sein, um eine ordnungsgemäße Füllung legen zu können. Problematisch ist, dass der Kunststoff während der Aushärtungsphase schrumpft und ein Randspalt entsteht. So können Bakterien in den Zahn eindringen und zu Karies führen. Deshalb muss der Patient seine Kontrolltermine (halbjährlich) einhalten. Die Lebensdauer der Composites beträgt vier bis fünf Jahre. Die meisten Krankenkassen bezahlen mittlerweile sowohl Kunststoff als auch Zement.

Zwar „verträgt“ sich Kunststoff mit im Mund verbliebenem Amalgam recht gut, aber „Composites sind nicht ohne gesundheitliche Risiken“, so Dr. Tamara Zinke vom BfArM. „Sie können teilweise Formaldehyd abgeben und hierdurch Allergien verursachen.“

 

Gold-Inlays

Die echten Alternativen für Amalgam sind Einlagefüllungen (Inlays) aus Edelmetall. Inlays sind universell einsetzbar und werden auch aus Keramik und Kunststoff aufwendig im Labor hergestellt. Aber: Der Arzt benötigt Routine und Fingerspitzengefühl.

Das Gold des Inlays (75 Prozent und mehr) wird durch Metalle wie Platin oder Silber beständig gemacht. Viele der gegossenen Einlagefüllungen sind 15 Jahre im Mund einzelne sogar 40. Sie besitzen die erforderliche Abriebfestigkeit und Stabilität für den Backenzahnbereich und gelten als körperverträglich. Selbst der Zement, mit dem sie befestigt werden, hat eine Nebenwirkung. Und es lässt sich ein perfekter Randschluss erzielen: Bakterien haben kaum Chancen.

Aber Vorsicht bei der Auswahl der Metall-Legierungen. Sie bedürfen nämlich keiner biologischen Prüfung. So tummeln sich heute 930 Gemische auf dem Markt, zum Teil aus unedelsten Metallen. Mit bitteren Folgen. Loni Weber, von der Interessengemeinschaft Zahnmetallgeschädigter: „Wir haben über 3000 Personen mit Schäden durch Palladium-Kupfer-Legierungen: Zungenbrennen, Schwindel, Lähmungen, Gelenkschmerzen und vieles mehr.“ Sie empfiehlt „90 Prozent Gold, 10 Prozent Platin“. Denn je höher der Anteil unedler Metalle, desto eher kann die Füllung korrodieren: Giftige Teilchen werden frei, die sich ähnlich wie Amalgam im Körper ablagern und schädlich wirken können. Und dieser Effekt wird verstärkt, wenn verschiedene Mixturen im Mund nebeneinander liegen, zwischen denen sich elektrische Spannungen aufbauen. Besonders wenn man Gold mit Amalgam unterfüllt. Um dem vorzubeugen, „ soll der Patient sich einen Legierungspaß“ aller im Mund befindlichen Legierungen ausstellen lassen, rät das BfArM. Ideal ist: Nur eine Legierungsart im Mund.

 

Kunststoff- und Keramik-Inlays

Wer auf zahnfarbenen Füllstoff Wert legt, kann sich Kunststoff- oder Keramik-Inlays anfertigen lassen. Sie sind aber nicht universell einsetzbar. Wichtigste Voraussetzung: rundum müssen sie von gesundem Zahnschmelz umgeben sein.

Der Kunststoff für Inlays wird besonderen Härteverfahren unterzogen. Das macht ihn widerstandsfähiger und bewahrt vor dem Schrumpfen. „Intensive Materialprüfungen haben gezeigt“, so die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin, „dass zwischen diesen Inlays und Amalgamfüllungen kein Unterschied bei der Abnutzung festzustellen ist.“

Die ästhetisch optimale Lösung ist das Inlay aus Keramik. Ein Material, das wie die Metall-Legierungen, auch für Zahnkronen und Brücken verwendet wird. Es soll bioverträglich und abriebfest sein. Langzeiterfahrungen fehlen jedoch. Wie Kunststoff-Inlays müssen Keramik-Inlays mit der „Säure-Ätz-Technik eingeklebt werden, wodurch Nebenwirkungen (Allergien) möglich sind. Das Einsetzen kann bis zu einer Stunde dauern, im Gegensatz zum Gold-Inlay, bei dem der Patient nur wenige Minuten ruhig sitzen muss. Darum sind Keramiken die teuerste Alternative. Ein weiterer Nachteil: ihre Oberfläche ist sehr hart, wodurch es an Zähnen im Gegenkiefer zu Abrieb kommen kann. Außerdem ist Keramik bruchanfällig und ihre Lebensdauer vergleichsweise kurz: fünf bis acht Jahre. Per Computer hergestellte Keramik-Inlays (CEREC) kann der Arzt zwar in einer Sitzung anfertigen. Den Zeitgewinn muss der Patient nicht selten mit schlechter Passgenauigkeit zahlen.

 

Material der Zukunft

Die ideale Alternative mit allen Vorteilen, aber ohne die Nachteile von Amalgam ist noch nicht gefunden. Doch lassen neue Forschungen hoffen.

Im Kommen ist das Nichtedelmetall Titan, ein Werkstoff mit besten Eigenschaften.

Am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg wurde der Verbundstoff „Orcomer“ entwickelt. Er soll sehr gut zu verarbeiten und nach dem Aushärten ähnlich stabil sein wie ein natürlicher  Zahn.

Das Institut für Naturstoffentwicklung in Offenburg arbeitet an einem neuen Zahnfüllstoff auf der Basis von Schweineknochen. Es soll frei von Nebenwirkungen und gut belastbar sein.

Dennoch: Ein gesunder Zahn braucht keine Füllung. Mit zuckerarmer Ernährung, vernünftiger Karies-Prophylaxe und regelmäßigen Zahnarztbesuchen hat jeder selbst in der Hand, ob er eine Zahnfüllung benötigt oder nicht.

 

Infos für Betroffene:

 „Krank durch Amalgam – und was dann?“ Ulrike Hofmann, ISBN 3-9802168-2-9

(Dieses Buch ist auch in der Verbraucher Initiative in Bonn erhältlich.)

„Handbuch der Amalgam-Vergiftungen“: Max Daunderer; ecomed-Fachverlag; 1992

„Amalgam – Wissenschaft und Wirklichkeit“: W. Koch: Hrsg. Öko-Institute e.V. Freiburg

„Zeitbombe Amalgam“: Jutta Altmann-Brewe; Ratgeber Ehrenwirth

 

Teilabschrift aus der Informationsschrift „Amalgam – Das Gift in aller Mund?“

Bundesverband die Verbraucher Initiative e.V. Breite Straße 51, D-53111 Bonn, Tel.: 0228/7263393, Fax: 0228/7263399

Redaktion: Ute Stolpe, Thorsten Klapp, Petra Schwarz-Klapp